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Jede "Hölle" hat eine gute Seele

Jede "Hölle" hat eine gute Seele

 

Ich nahm sie erst gar nicht wahr, aber die ersten Worte, die ich von ihr hörte, so völlig aus dem Zusammenhang gerissen:" ......nee nee, das machen wir mal nicht so, das kommt dann gleich über unseren gesamten Berufsstamm!" Wie Begrüßungsworte klang das nicht, und ich zog den Kopf ein, um kein Angriffsziel zu bieten.

Mit beherztem Griff entriss sie meiner Vene die Kanüle. Ich war erschrocken. Und nun?

"Da legen wir eine neue" sagte sie bestimmend.

Schnell hatte sie Kühlkissen und Spezialtinktur bei der Hand um mein geschwollenes und in prachtvollem Lila glänzendes Bein zu verarzten. Noch schnell ein Hochlegekissen und das Versprechen mir Gehhilfen zu besorgen und weg war sie.

Was danach geschah nahm mir schnell den Blick für Hoffnung (nachzulesen im Blog:""Lazarett" Station St. Helena")

 

Nachdem dieser Tag vorüber war und viele Gesichter unterschiedlichen Eindruck in mir hinterlassen hatten, war sie wieder da: Schwester Petra! Inzwischen hatte ich mich an der Tafel im Flur über ihren Namen erkundigt.

 

Liebevoll begrüßte sie unsere Frauenrunde hier im Zimmer auf Station Helena. Schnell war ihr bewusst, wie es um uns stand. Wir ahnten noch nicht, was sie sich für uns überlegt hatte.

Gegen 11:00 kam sie herein, 2 winzige Fläschchen in der Hand, und fasst triumphierend hielt sie beide mit den Worten:" Kennen sie Aromatherapie?" in die Höhe. Ein lieblich verschmitztes Lächeln erfasste ihr ganzes Gesicht, und die Augen blitzten vergnügt.

Ich war nicht in der Stimmung.

Meine bis dahin noch von der Realität der Station Helena verschont gebliebene kleine zarte Bettnachbarin freute sich und sagte:" Mmmmh! Entspannung!". Und während Schwester Petra schon ihre kleine Hand begann einzuölen, bestätigte sie nur leise:"Sie haben es verstanden.".

Ich beobachtete das fasst verschwörerisch wirkende Vorgehen am Nachbarbett und hoffte, dass sie mich in Ruhe ließ.

Nebenbei hörte ich Schwester Petras leise und weiche Stimme: "Dieses Öl löst alles aus dem Körper heraus. Verspannungen, Ängste....... Es wirkt unterschiedlich. Einige entspannen, andere müssen gleich auf die Toilette und andere beginnen zu weinen."

"Punkt! ", dachte ich nur. Nein, dass will ich nicht. Weinen! Nein, dass hat mir jetzt gerade noch gefehlt. Alles in mir wehrte sich. Ich begann aufkommende Tränen "wegzukauen". "Du bleibst stark! Du entblößt hier nicht deine Seele! Nein, niemals!"

Das Gesicht meiner Bettnachbarin lag mit versonnenen Blick in ihren weißen Kissen - wie auf Schäfchenwolken gebettet. Ihr ging es gut - musste ich neidvoll eingestehen.

Dann war die Behandlung bei ihr beendet. Ruhig schloss Schwester Petra das kleine Ölfläschchen und stellte es sachte auf den Nachtisch meiner Bettnachbarin. "Das ist ihr ganz spezielles Öl. Ich habe es extra für sie ausgewählt. Es ist Kamille, weil ich sie als eine sehr empfindsame Frau einschätze" flüsterte Schwester Petra leise, und ihr freundliches Gesicht schien niemals anders schauen zu können.

Trotzdem fühlte ich Bedrohung, als sie sich nun mir zuwendete. Ich reichte ihr meine Hand, denn bitten brauchte sie nicht. Etwas an ihr ließ unweigerlich meine inneren Mauern einbrechen. Sie öffnete mein Ölfläschchen und begannt in Zeitlupe meine Hand einzuölen. "Alles im grünen Bereich", dachte ich. "Ich muss nicht weinen", triumphierte mein Inneres. Nun hielt sie meine Hand einige Sekunden still zwischen ihren Händen. Ich schaute nur ganz kurz in ihre Augen. Mein Kopf holte längst verschütte Bilder hervor. Ich sah meine Mama, und mein Herz begann zu weinen. Die Tränen drangen an die Oberfläche. Meine Hand immer noch still zwischen ihren warmen Händen. Während mir die Tränen ungebremst übers Gesicht liefen fühlte ich den ganzen Schmerz meines Verlußtes. Ich begann mich ihr zu erklären, denn ich wollte meine Psyche schnell wieder auf geordnete Bahnen haben. "...Mama kurz nach dem Tod von Papa gestorben....Keine Zeit mehr gabt mit ihr und für sie.....Für die eigenen Kinder die Mama sein wollen, die ich so sehr vermisst habe in der Frau, die meine Mama war...." Ich hörte mich reden und verstand nicht, warum ich das alles einer völlig fremden Person erzählte. Sie hörte nur ruhig zu. Sie begann nicht Erklärungen zu suchen oder Hilfestellungen zu bieten, sondern sie hörte einfach nur zu. Langsam und liebevoll massierte sie meine Hand mit dem beruhigenden Duft und der Wärme des Öls und ihrer Hände . Nach und nach nahm mich nicht nur die Wärme des Öls, sondern auch die Wärme dieser Frau völlig ein.

Tatsächlich erleichterten meine Tränen mein Gemüt. Als Schwester Petra die Behandlung vollendet hatte, schenkte sie uns unsere kleinen Ölflacons. Ihr Gesicht lächelte wissend, und wie sie gekommen war, so ging sie auch wieder...lieb, leise und lächelnd.

Am Seelenhimmel waren die dunklen Wolken abgeregnet und am Horizont begann nicht nur in meiner Seele die Sonne zu blinzeln. Mein Blick ging hinaus durch das Fenster und wurde mit dem strahlenden Blau des Himmels beschenkt. Ich wusste nun: jede "Hölle" hat eine gute Seele.

Die gute Seele von Station Helena hatte einen Namen bekommen: Schwester Petra!


@MumeWorld

Nach nur einem Tag des Glücks

Nach nur einem Tag des Glücks

 

Mit großen Kullertränen steht sie in der Tür unseres kleinen Apartments auf Station Helena.

Ich wollte gerade beherzten Schrittes und frisch geduscht mein Domizil und Bett direkt am Fenster mit Blick auf den Parkplatz erreichen, als ich von diesen tränen rührenden Anblick aufgehalten wurde. Meine zarte kleine Mitstreiterin stand zitternd im Zimmer und die Tränen rannen ihr übers Gesicht. Tränen der Fassungslosigkeit, des Zorns und dem Zeichen absoluter körperlicher Grenzen.

Ich brauchte ihre unter Weinen hervorgebrachten Worte nicht wirklich zu verstehen, denn ich verstand was sie fühlte. War ich nicht selbst erst vor knapp 4 Tagen in der selben psychischen Verfassung? Ja, ich wollte mich lieber nicht so sehr erinnern. Ich streichelte ihren zarten Arm und hörte ihr zu. Mit einem bewusst warmen Ton in der Stimme versicherte ich ihr, dass ich verstehe.

Die Wut in ihr siegte über die Trauer und sie sagte mit einer nach Überleben ringenden Stimme: "ich bleibe da im Flur sitzen, bis man mir eine neue Kanüle setzt!" Sie verließ mit ungeahnter Energie das Zimmer.

Meine Gedanken waren nun erst mal bei meinem Tagesproblem Nr. 1 zurückgekehrt: neues Toilettenpapier organisieren!

Sofort wurde von mir die heran marschierende Putzfrau in Beschlag genommen. Die arme guckte ganz beflissen aber etwas verwirrt. Sie stotterte, dass sie dafür nicht zuständig sei, aber sich schnell darum bemühen werde. Sie huschte auf dem Flur hin und her. Doch wo sie die Toilettenrollen vermutete, waren sie nicht. Aber da, da waren sie dann endlich. In ihrer Beflissenheit vielen ihr die ersten Rollen der Großpackung auf dem Boden. Ich griff beherzt zu, damit ich wenigstens eine der kostbaren Rollen erwischen konnte. Glücklich grinste ich in ihr weiches großflächiges Gesicht. Die hektisch roten Flecken auf ihren Wangen verteilten sich zu einem zartrosa, wie bei einem jungen Mädchen.

Mit meiner Beute zurück im Zimmer holte mich die Traurigkeit meiner zarten Bettnachbarin wieder ein. "Ein neuer Kanülenzugang für ihr Antibiotika hat noch Zeit! Es ist ja noch nicht mal 7:00!" so gab sie den Originalton der Stationsschwester wieder. Mit Tränen überstürzter Stimme gab das zarte Persönchen sich ihrer Verzweiflung hin: "gerade wo ich anfing mich etwas besser zu fühlen!Man muss doch das Zeug in regelmäßigen Abständen geben!Ich komme aus einem Schwesternhaushalt!und....und....und..." Sie rechnete schnell nach, und Tatsache! Das wichtige Antibiotika hätte vor 2h über den Tropf in ihre Venen fließen müssen. Das arme Ding machte ja echt fasst 1:1 mit, was ich vor einigen Tagen hier auf der legendären Station Helena erlebt hatte.

Wie ein kleines Kind weinte sie nun über ihre nasse Zudecke, auf der sich das Antibiotika von 5:00 ergossen hatte, statt in ihren Venen zu landen.

Inzwischen ist es 8:00. Ein neuer Venenzugang wurde gelegt. Das Warten auf den leben gebenden Stoff kann beginnen. So eilig hat man es hier auf der Station Helena nicht.

Mittendrin, nicht für unsere Ohren bestimmt, wurde ich Zeuge eines kleinen Gesprächs zwischen Stationsschwester und Assistentin. MRSA! Da war es wieder - dieses Schreckgespenst, dass sich in Krankenhäuser einnistet und gemein auf sein nächstes Opfer wartet ist nun auch auf unserer Station angekommen. Graue Urängste und dramatische Erinnerungen beschlichen mich..........nach nur einem Tag des Glücks.

8:00 Frühstück! Ein Wort mit neuer Bedeutung, denn es zeigt an, dass die Zeit fortgeschritten ist und noch immer kein Antibiotika für meine kleine Bettnachbarin. Sie harrte nun als mahnendes Hindernis im Flur, um ja Aufmerksamkeit zu erzeugen. Doch schon zehn nach acht brach sie ihre Kampfposition wieder ab und kam als weinenden Häufchen Unglück wieder zurück ins Zimmer. Unsere Frühstücksfrau, eine beherzte nette Frau Mitte vierzig guckte mich fragend an und ich erklärte ihr in kurzen Worten das Drama. Da kam Leben in sie. Sie wurde direkt ein Stückchen größer, als sie mit aller Kampfeskraft sagte: "warten sie, ich mach das schon!". Und sie verließ siegessicher das Zimmer. Keine drei Minuten später wurde das Antibiotikum verabreicht.

Lerne: Habe immer und überall Verbündete!

Um die äußeren und die inneren Tränen zu trocknen servierte unsere liebe Frühstücksfrau dem armen Mädel nun Brötchen mit doppelt Nutella :) Sie weiß wirklich worauf es ankommt! :)

@MumeWorld

"Lazarett" Station St. Helena

Mein traumatischer Umzug von der Station St. Valentin zur St. Helena

 

Eins ist schon mal klar: hier bleib ich nicht. Ausbruchspläne werden intensiv geschmiedet.

Man hat mir die Adern beider Arme unbrauchbar für den Tropf  gemacht. Die Flüssigkeit des Tropfs hat sich im Gewebe meines rechten Arms breit gemacht und scheint sich dort wohl zu fühlen. Leider führte das zu einer Bewegungseinschränkung.

Nachdem man hier heute plötzlich so tat, als ob ich überallhin selbst laufen kann, musste ich daran erinnern, dass
ich eigentlich überhaupt nicht laufen soll. Daraufhin wollte man mir eine Bettpfanne anbieten, die ich dankend ablehnte. Dies wiederum bewegte die Schwester zu einer Debatte mit dem Thema: "entweder oder".
Nun erklärte ich, dass mir immerwieder eine Gehilfe angeboten wird,ich dann aber keine bekomme....und das hier jeder etwas anderes sagt, und ich nicht mehr weiß was nun richtig ist. Des weiteren stellte ich in einem Schlußsatz fest, dass ich keinen Einblick darüber habe, was hier im Haus geht und was nicht, da ich ja hier nicht arbeite.


Aber fange ich mal bei gestern Abend an:

Nach zwei Anläufen gelang es einer lieben Schwester und ihrer Schülerin mir einen Tropfzugang zu legen. Alle waren glücklich. Bis SIE kam. SIE ist eine korpulente nachblondierte Frau jenseits der 50iger. Sie japst viel und verhaspelt sich öfters beim sprechen. Eigentlich kam sie ganz sympatisch rüber. Ich nahm einen ehemaligen Luftröhrenschnitt zwischen ihren Halsfalten wahr. Sie hängte mir den Tropf an meinen neu erworbenen Zugang. Dann begann sie mehrmals den Schlauch an verschiedenen Stellen zu knicken. Jedesmal hätte ich aufheulen können.
Ich ließ es aber über mich ergehen. Als diese Frau dann dieselbe Prozedur bei meiner Bettnachbarin vollführte, und diese mit schmerzverzerrtem Gesicht fragte, wie lange der Tropf nun bis zur Entleerung benötigt und zur Antwort bekam "5 Minuten",wurde mir klar, dass hier wirklich etwas nicht stimmte. Ich erklärte, dass es normalerweise ca. 30 Minuten an Durchlaufzeit benötigt. Meine Worte stießen auf resoluten Protest bei der Schwester. Als Folge meiner "Dreistigkeit" knickte sie bei mir noch ein paar Mal den Schlauch mit scheinbarem Vergnügen. Unterdessen erklärte sie stolz, dass sie da schon ihre bewährten Methoden hat. Gut. Sie hatte in einem Punkt Recht. Nur 5 Minuten. Ich wurde abgestöpselt. Schon bald merkte ich, nachdem ich mich zum schlafen hingelegt hatte, das verschiedene Adern auf meiner rechten Seite (am Hals und über dem rechten Auge) zwickten und im Pulsschlag schmerzten.Mein Herz schien belastet, denn ich konnte nicht gut durchatmen. Das Ausatmen viel mir schwer. Mein Herz schlug unregelmäßig und hinterte mich am entspannten liegen. An Einschlafen war nur schwer zu denken, was auch nicht durch die Schnarchgeräusche unserer ältesten (aber sehr lieben) Bettnachbarin begünstigt wurde. Die Nacht war infolge dessen eher zu etwas geworden, dessen Ende man herbeisehnt. Nun denn.

 

Glücklich, dass hier gegen 5:30 endlich (duch das Einschalten des Zimmerlichts) der Morgen simuliert wurde, hoffte ich auf bessere Behandlung und einen baldigen Besuch im Bad.

Zuerst aber der Tropf. Ich bat die Nachtschwester um Milde bei der Einstellung der Durchlaufgeschwindigkeit. Sie gab sich Mühe, schien aber doch eher einen baldigen Dienstschluss vor Augen zu haben.Die Flüssigkeit kam in meinen Adern schmerzerzeugend an. Ich dachte mir "ok. Da muss ich wohl durch".

Es fühlte sich an meiner Hand auf einmal so kalt an. So, als würde die Flüssigkeit sich auf meiner
Hand breit machen. Ich sah an meiner Hand hinunter, stellte aber nichts fest. Da wir liegen sollten, während der Tropf lief, konnte ich auch nicht so schnell feststellen, was da so langsam aber sicher passierte. Schon bald kam die Nachtschwester und entfernte den Tropf wieder. Für sie war damit alles klar...und sie huschte schnell wieder aus dem Zimmer. Nun sah ich nochmals an meinem Arm hinunter und stellte voll Schrecken fest, dass ich oberhalb der Handwurzel eine dicke Beule hatte. Zaghaft berührte ich diese...und sie war mit Flüssigkeit gefüllt. Sofort klingelte ich nach der Schwester. Sie kam recht bald und hörte sich meinen zaghaften Verdacht an. Nachdem sie die Richtigkeit meiner Worte festgestellt hatte, flüsterte sie nur "ach gottchen, ach gottchen!" und wies mich an liegen zu bleiben und zu warten. Es müsse ein neuer Zugang gelegt werden. Das war um 6:00. Ich lag da nun ganz brav, in der Hoffnung, dass ja bald jemand kommen würde. Es kam aber niemand. Meine Blase war gefüllt, mein Knochen fingen an vom Liegen zu schmerzen. Als ich schon nicht mehr damit rechnete, ging um ca. 6:55 die Tür auf. Eine Schwester mit einem großen Utensilienwagen (mit unseren Akten und viel Zeug) kam herein.
Mit aller Hoffnung hielt ich meinen beschädigten Arm hoch...aber ich war noch nicht dran. Ich liege ja an Platz 3 in diesem Zimmer. Ich blieb geduldig, aber meine Stimmung bekam immer mehr dunkle Wolken.


Ups! Ich war plötzlich dran. Ich wurde darüber unterrichtet, dass sich die Schwester ja nicht teilen kann. Nun, da hatte sie wohl recht. Davon war ich auch nicht ausgegangen. Sie befreite mich von dem Aderzugang. Nun konnte ich das volle Ausmaß der Bescherung sehen. Ich hatte eine kleine dicke patschipatsch Hand! Süß aber nur passend, wenn man klein und rund ist. Zu mir paßte sie nicht wirklich. Ich konnte keine Faußt machen (dafür aber innerlich). Mein Bett wurde gemacht und ich versuchte schnell aufzustehen. Nachdem ich dabei faßt die Balance verloren hatte, wurde mir gesagt, dass ich ja auch währenddessen hätte liegenbleiben können. Aha! So wie bei der Altenpflege also.

Dann die Debatte mit der Bettpfanne...Ich begann ganz plötzlich zu weinen. Es brach einfach so aus mir raus. Ich konnte nichts dagegen tun. Die Schwester war wärenddessen nicht im Zimmer. Als sie zurückkam sah sie mich und rief gleich "na noch schneller kann ich aber nicht sein!" Die Gute dachte, dass sie der Auslöser war. Ich versicherte ihr unter weinen, dass es nicht wegen ihr sei, aber dass es mir, seitdem ich hierher verlegt wurde immer schlechter geht. Dann sah ich, dass sie mit nagelneu aussehenden Gehhilfen zurückgekommen war (ich dachte, die gäbe es hier nicht *laut hörbare Ironie in meinem Satz*).

Mein Zustand ließ Freude nicht zu, trotzdem bedankte ich mich höflich.Da mein Körper immernoch zitterte und das Weinen nicht nachlassen wollte, sollte ich mich erstmal wieder hinlegen und mich beruhigen. Derweil wurden alle nach Stuhlgang befragt. Die beiden anderen sollten draußen auf die Waage gehen. Ich wurde wieder auf die Stuhlwaage gesetzt. Ups! 80kg! Als ich mich Dienstagabend gewogen hatte, wog ich noch 87,..kg! Irgendwas konnte da nicht stimmen. Nun gut. Ich freute mich trotzdem etwas. Nun, nachdem die Schwester wieder weg war und das Bad wieder frei war, wollte ich nun endlich meine überfüllte Blase zur Toilette bringen. Schnell stellte ich fest, dass man für die heiß begehrten Gehilfen zwei gesunde Hände haben sollte.
Die rechte dicke Platschi-Pfote wollte aber keine Kraft ausüben. Das Heulen kam schockartig zurück.

Meine zimmerälteste Bettnachbarin fühlte sich etwas überfordert, aber sie kam zu mir und wollte mir helfen.

Sie ist wirklich süß. Natürlich lehnte ich ihre Hilfe dankend ab und katapultierte mich mit dem Spruch "watt mutt datt mutt" ins Bad, was die alte Dame lächeln ließ ...und mich auch.

 

So, nun war endlich mal eine Visite bei mir. Immerhin! Es sind ja auch nur ein paar Tage ohne diese vergangen. Mir wurde erklärt, dass man nun (eher zwangsweise - meine empfindlichen Adern zwingen sie dazu) Antibiotika per Tablette geben werde. Man wolle mich bis Sonntag noch beobachten und Montag über mein Heimgehen beratschlagen.

 

So, das waren die Kkh-News :)
Inzwischen habe ich mich mit meiner unförmigen und etwas ungelenken Hand angefreundet. Ebenfalls mit dem neuen Wind, der auf dieser Station, der etwas anderen Art, weht.


Ist jetzt halt Schluss mit lustig!

 

@MumeWorld